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Mädchenpower am 16. Thurgauer Apfelschuss
Anlässlich des 16. Thurgauer Apfelschuss in Frauenfeld, gingen sechs der acht Titel an Schützinnen. Den letztjährigen Titel erfolgreich verteidigen konnten Ladina Feuz, Mauren-Berg und Fabian Tschanz, Diessenhofen.
Dass der Thurgauer Apfelschuss ein guter und begehrter Wettkampf ist, zeigte sich auch am Sonntag, 10. Januar, auf der Schiessanlage Schollenholz in Frauenfeld. Wer die Schützen aus nächster Nähe beobachten wollte, der musste sich regelrecht einen Weg durch die Zuschauermenge bahnen; etwas, das was bei Schiesswettkämpfen eher Seltenheitswert hat. Kantonalpräsident Hubert Müller dankte den Sponsoren – den Raiffeisenbanken Thurgau, vertreten durch deren Präsidenten Urs Schneider, und den Stadtschützen Frauenfeld mit Obmann Paul Röthlisberger – sowie den Trainern, Betreuern und den Eltern, welche hinter dem Sport ihrer Mädchen und Knaben stehen. Müller begrüsste die Wettkampfteilnehmer ganz bewusst als Schützinnen und Schützen; denn so Müller: „Ihr ghöred zu de Schütze“.
Starke Schützinnen
Acht Titel wurden im Schollenholz in Frauenfeld vergeben – deren sechs wurden von Schützinnen - sprich Mädchen - zwischen 12 und 15 Jahren gewonnen. In der Kategorie Luftgewehr Jugend II belegten mit Ladina Feuz, Zora Lehmann und Chantal Krucker genauso drei Schützinnen die Podestplätze wie in der Kategorie III, wo Samira Schilling, Angela Schweizer und Désirée Zwahlen auf dem Podest standen.
Mauren-Berg eine Klasse für sich
Mauren Berg, ein Verein, der seit Jahren viel Zeit und finanzielle Mittel in den Nachwuchs investiert, schwang auch diesmal obenaus. Dies indem sie als einziger Verein zwei Kategoriensiege feiern konnten und als einziger Verein in einer Kategorie sämtliche Podestplätze belegten. Dazu kommt, dass Ladina Feuz in der Kat. Jugend II nicht nur ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, sondern ihre Vereinskollegin Zora Lehmann auf Rang zwei 26 Punkte, und Chantal Krucker (3.) 27 Punkte hinter sich lassen konnte.
Ersatzschütze auf dem Podest
Seine Chance genutzt hat der 12-jährig Emanuel Dackermann (Dettighofen). Mit Rang 23 der Qualifikation war er der erste Ersatzschütze. Infolge Abmeldungen kam er schliesslich zum Einsatz den er vollumfänglich nutzte und mit dem dritten Rang gar noch auf dem Podest abschloss. Wäre da nicht diese dumme fünf am Schluss gewesen – wäre sogar Rang zwei realistisch gewesen. Emanuel – der die Passen sonst grossmehrheitlich mit einer 10 abschliesst meinte: «Dä isch mer eifach ab, dä het nonig sölle goh».
Training zahlte sich aus
Dass sich ein Jahr mit intensivem Training auszahlt, zeigte sich bei den Armbrustschützen. Fand sich Corinne Schönholzer (Sulgen) im Vorjahr mit 187 Punkten noch auf Rang sechs, so holte sie sich am vergangenen Sonntag mit 195 (97/98) Punkten den Sieg. Genau so intensiv trainiert scheint ihr Kollege Kay Wehrli zu haben. Letztes Jahr mit 181 Punkten noch auf dem nicht mehr ganz so interessanten Rang neun, erzielte er diesmal mit 11 Punkten mehr (192) den zweiten Rang. Das Mass aller Dinge war aber Patrick Pislor (Bürglen). Im Vorjahr mit 181 Punkten noch auf Rang vier in der Kat. II (kniend frei), durfte sich diesmal mit sagenhaften 198 Punkten (98/100) als Sieger feiern lassen.
Nur zwei Vereine am Start
Drei Schützen vom Pistolenverein Diessenhofen und sieben von den Stadtschützen Frauenfeld; dies war die magere Ausbeute der Thurgauer Pistolenvereine. Die Qualifikation geschossen hatten total 15 Nachwuchsschützen aus diesen beiden Vereinen. Vermisst wurde Wängi, ein Verein, der bis anhin ebenfalls noch Nachwuchs ausbildete. Fabian Tschanz (Diessenhofen) der Sieger 2009 in der Kat. II (mit Schiesshilfe) konnte diesmal erneut einen Sieg feiern, allerdings in der Kat. III (stehend frei).
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Die 14-jährige Ladina Feuz verteidigte ihren Titel in der Kategorie Jugend II (stehend frei) erfolgreich.
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2009 belegte die 12-jährige Vera Oswald von der SG Leimbach Rang zwei, diesmal reichte es ihr gar zum Sieg.
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Emanuel Dackermann kam als Ersatzschütze zum Einsatz und zeigte mit Rang drei, was wirklich in ihm steckt.
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Die Kategoriensieger versammelten sich zum Gruppenbild.
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Hinten die Luftgewehrschützen, in der Mitte die Armbrustschützen und vorne die beiden Pistolenschützen.
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