Kantonalfinal Schweizerische Gruppenmeisterschaft - Freudentränen und hängende Köpfe
(Schiessen/Rup) Insgesamt 92 mit dem Gewehr und 12 mit der Pistole schiessende Gruppen, total 508 Schützinnen und Schützen, qualifizierten sich in zwei Heimrunden für den Kantonalfinal der schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) in Frauenfeld. In fünf verschiedenen Feldern wurden die Kantonalmeister erkoren. In keinem der drei Gewehrfelder konnte die als Favorit gestartete Gruppe den ersten Rang verteidigen. So zeichneten an diesem hochstehenden Wettkampf im Schiesszentrum hängende Köpfe und Freudentränen ein buntes Bild.

In der Kategorie A, hier schiessen die Schützinnen und Schützen mit dem Sportgewehr, fanden die Rangverschiebungen im kleineren Ausmass statt. Scheibenfehler und Nervenkostüme verhinderten grössere Rangwechsel. Ruedi Indergand, SG Altnau, deutete als Erstschiessender seiner Gruppe mit dem Tageshöchstresultat von 197 Punkten auf die Ambitionen der Gruppe hin. Mit diesem beruhigenden Polster konnte das restliche Team beruhigt in den Wettkampf steigen. In der Endabrechnung war dieses Spitzenresultat dann auch der Schlüssel zum Erfolg. Mit 1'911 Punkten setzte sich die Gruppe mit sechs Punkten Vorsprung an die Spitze der Schlussrangliste und ist damit Kantonalmeister in der Kategorie A, gefolgt von der SG Bettwiesen 1 (1’905) und der SG Tobel 1 (1'898).

Bei den Gewehrschützen mit dem Sturmgewehr 90 (Kategorie E) und denjenigen mit dem aufgerüsteten Sturmgewehr 57/03 (Kategorie D) war der Final 2019 für einige Überraschungen gut. In der Kategorie D nach den ersten beiden Vorrunden auf Rang 28 liegend, konnte sich der Militärschützenverein Nollen gerade noch für einen der 34 Startplätze für den Kantonalfinal qualifizieren. In der Endabrechnung ist die Gruppe auf dem vierten Platz zu finden. Den Kantonalmeister stellen in dieser Kategorie die neu gegründeten Thunbachtal Schützen 1 mit 1'366 Punkten, gefolgt von der SG Bisegg 1 (1’362) und der FSG Uesslingen 1 (1'357).

Freudentränen bei der Gruppe der FSG Uesslingen. Diese Gruppe startete aus den zwei Vorrunden von Rang 13 in den Kantonalfinal und wurde nach der Finalrunde mit der Broncemedaille ausgezeichnet. Bei der Rangverkündigung liess die einzige Frau in der Gruppe, Cornelia Büchi, ihren Emotionen freien Lauf. Immer wieder kullerten Freudentränen über die Wangen. Cornelia betreibt den Schiesssport erst seit einem Jahr und hat seit diesem Winter ihr eigenes Gewehr. Sie wurde als Ersatzschützin für ein ausgetretenes Vereinsmitglied in die Gruppe aufgenommen. Vor 14 Tagen sei ihr im Training beim Maximum von 150 Punkten ein Traumresultat von 146 Punkten gelungen. Daran habe sie am Kantonalfinal ihre Leistungen von 136 und 138 Punkten gemessen. Damit war sie mit sich selbst nicht zufrieden. Dass sie mit diesen beiden Einzelresultaten ihre vier Gruppenkameraden hinter sich liess und zudem mit der Broncemedaille nach Hause zurückkehren darf, konnte Cornelia Büchi kaum fassen. Immer wieder wischte sie sich verstohlen die Tränen aus den Augen. Sie meinte, dass sie mit der Medaille unter dem Kopfkissen sicher glücklich einschlafen werde. Nach diesem Erfolg voll motiviert, wolle sie, um noch treffsicherer zu werden, ihre zwei wöchentlichen Trainings im Verein mit den Trainings bei der Matchgruppe der Stadtschützen Frauenfeld ergänzen. Die Zukunft wird zeigen, ob am Thurgauer Kantonalfinal 2019 eine neue Thurgauer Meisterschützin entdeckt wurde.

Gar mit dem Handicap des 30. Ranges bei ebenfalls 34 Startplätzen in der Kategorie E findet sich die Schützengesellschaft Wängi-Tuttwil in der Schlussabrechnung von Frauenfeld auf Rang 7. Die Nerven im Durchgang der besten zwölf verhinderten eine noch bessere Schlussrangierung, was zu hängenden Köpfen führte. Der Kantonalmeister heisst in dieser Kategorie mit 1'337 Punkten SG Lanterswil-Friltschen 1, gefolgt von der mit 14 Punkten zurückliegenden SG Tobel 1 und der FSG Mammern 1 mit weiteren neun Punkten Rückstand.

Bei den Pistolenschützen nahmen auf beide Distanzen, 25m und 50m, je sechs Gruppen am Kantonalfinal teil. Der Platzverein, Frauenfeld Stadt 1, stellt mit 1'091 Punkten auf 25m den Kantonalmeister. Rang zwei belegt Frauenfeld 2 mit 1'048 Punkten, gefolgt von der SG Weinfelden mit 1'040 Punkten.

Auf die grössere Distanz von 50m setzte sich die SG Weinfelden mit 742 Punkten auf Rang 1, gefolgt von Frauenfeld Stadt 1 mit 730 Punkten. In diesem Feld sorgten die Pistolenschützen der Kantonspolizei Thurgau mit 719 Punkten für einen neuen Namen auf den Podestplätzen. Frauenfeld Stadt 2 dagegen musste sich auf dem letzten Rang liegend geschlagen geben.


Peter K. Rüegg, TKSV
Abt. Kommunikation

 

Die Ranglisten findet Ihr hier:

- 300m Feld A, Gruppenrangliste Final
- 300m Feld A, Einzelrangliste 3. Runde
- 300m Feld A, Einzelrangliste Finalrunde

- 300m Feld D, Gruppenrangliste Final
- 300m Feld D, Einzelrangliste 3. Runde
- 300m Feld D, Einzelrangliste Finalrunde

- 300m Feld E, Gruppenrangliste Final
- 300m Feld E, Einzelrangliste 3. Runde
- 300m Feld E, Einzelrangliste Finalrunde

 

- P25 Einzelrangliste
- P25 Gruppenrangliste

- P50 Einzelrangliste
- P50 Einzelrangliste 2 Runden
- P50 Gruppenrangliste


Der nächste Kantonale GM Final findet am Samstag 30. Mai 2020 statt.




 



Kantonalmeister Feld A: SG Altnau
v.l.: Josef Stachel, Christian Marolf, Sandra Marolf, Ruedi Indergand, Werner Niederhäuser mit Coach Werner Marolf




Alle Podestplätze Feld A:
SG Bettwiesen, SG Altnau, SG Tobel




Kantonalmeister Feld D: Thunbachtal Schützen 1
v.l.: Marco Meier, Bruno Haldenstein, Bruno Meier, Andreas Dietrich und Erwin Signer




Alle Podestplätze Feld D:
SG Bisegg, Thunbachtal Schützen 1, FSG Uesslingen 1




Freude bei der FSG Uesslingen 1 von links mit Markus Grubenmann, Max Grubenmann, Cornelia Büchi, Thomas Quenson, Hanspeter Heini




Für Cornelia Büchi ein Riesenerfolg mit Freudentränen




Alle Podestplätze Feld E:
SG Tobel 1, SG Lanterswil-Friltschen 1, FSG Mammern 1






Kantonalmeister Feld E: SG Lanterswil-Friltschen 1
v.l.: Thomas Meienberger, Guido Stadelmann, Ricci Schneider, Daniel Burkhart, es fehlt Daniel Vogt




Gespannt verfolgen die Wängemer Schützen die Resultatbekanntgabe und freuen sich über den erreichten Rang.




Kantonalmeister Pistole 25m: Frauenfeld Stadtschützen 1
v.l.: Marcel Beck, Daniel Krähemann, Patricia Facchin, Nicole Wyssman




Kantonalmeister Pistole 50m: Pistolensektion SG Weinfelden
v.l.: Heidi Diethelm, Oliver Gerber, Dylan Diethelm, Alois Ullmann




Alle Podestplätze Pistole 50m
SSG Frauenfeld, SG Weinfelden, KAPO Thurgau




Pistolensektion der SSG Frauenfeld: Alle Medaillengewinner






 

Startschuss für den Grossratspräsidenten am Feldschiessen
(Schiessen/Rup) Bei guten äusseren Bedingungen nahmen auch 2019 wieder über 5'000 Schützinnen und Schützen am Eidgenössischen Feldschiessen teil. Albert Koller aus Tobel erzielte als einziger Gewehrschütze das Maximum von 72 Punkten. Mit nur einem Verlustpunkt stehen bei den Pistolenschützen vier Namen auf der Rangliste.

Traditionell lädt der Thurgauer Kantonalschützenverband (TKSV) am Feldschiessen-Samstag die Prominenz aus Politik und Militär zu einem Besuch bei einem das Feldschiessen durchführenden Verein ein.

Dieses Jahr wurde die Delegation von den Vereinigten Schützen Aadorf empfangen. Der Gemeindepräsident Matthias Küng stellte die aufstrebende Gemeinde mit dem intakten Vereinsleben vor und betonte, dass es trotz des grossen Bevölkerungswachstums kein Ziel sei, das Stadtrecht zu erlangen. Aadorf töne einfach schöner als Aastadt.

Für den neu gewählten Grossratspräsidenten Kurt Baumann fiel mit dem Besuch bei den Schützen der unüberhörbare Startschuss ins Präsidialjahr. Er erklärte, dass für ihn die Schützinnen und Schützen geerdete, sich der Tradition bewusste Bürger seien. Schon als Jungschütze war er selbst vom kompetenten Auftreten des Schützenmeisters und dem disziplinierten Umgang mit diesen Sportgeräten begeistert. Wie in der Politik gelte es auch im Schiesssport stets das Ziel im Auge zu halten und mit Ruhe und Konzentration auf den Erfolg hin zu arbeiten. Für ihn selbst erfolgte die Teilnahme am Feldschiessen unter erschwerten Bedingungen. Bei dem zur Verfügung gestellten Gewehr war das Nachtvisier hochgeklappt, was prompt zu zwei Nullern führte. Die Auszeichnung mit dem Ehrenkranz durch den Feldchef des TKSV, Hanspeter Bamert, stimmte ihn wieder etwas versöhnlicher.

Der Maximumschütze Albert Koller ist Mitglied der Schützengesellschaft Tobel. Nachdem er selbst als Standaufsicht amtete, nutzte er den Vorteil, das Feldschiessen im Heimstand absolvieren zu können, für sich aus. Nach dem ersten Vierer, welcher noch etwas hoch lag, korrigierte er die Visierung. Das Resultat waren weitere 17 Vierer und somit das Maximum von 72 Punkten.

Bei den Pistolenschützen stehen mit 179 Punkten, nur einem Punkt unter dem Maximum, August Schildknecht, Pistolensektion Amriswil; Urs Frei, Pistolenschützen Diessenhofen; Thomas Schneeberger, Handrohrschützen Alterswilen und Pascal Hättenschwiler, Pistolenschützenverein der Kantonspolizei zuoberst auf der Rangliste.

Die Pistolenschützen Bürglen setzten sich zum Ziel, 200 Schützinnen und Schützen zur Teilnahme am grössten Schützenfest der Welt zu motivieren. Dank guter Überzeugungsarbeit konnten die Verantwortlichen Daniela Di Lanzo überzeugen, dass bei diesem Schützenfest die olympische Disziplin, Mitmachen kommt vor dem Rang, gilt. Erstmals eine Pistole in Händen haltend erzielte sie als 200. Teilnehmerin mit 101 Punkten ein respektables Resultat und ermöglichte den Pistolenschützen, das hoch gesteckte Ziel zu erreichen.


Peter K. Rüegg, TKSV
Abt. Kommunikation

 

Die Ranglisten findet Ihr hier:

- 300m Einzelrangliste
- 300m Vereine
- 300m Statistik

- 50/25m Einzelrangliste
- 50/25m Vereine
- 50/25m Statistik

 

Detailliertere Ranglisten können hier erstellt werden: http://www.infrasoft.ch/FSBegruessung18.php

 



Der Maximumschütze Albert Koller, SG Tobel




Politprominenz: von links Matthias Küng, Gemeindepräsident Aadorf, Hansjörg Brunner, Nationalrat, Kurt Baumann, Grossratspräsident




Regierungspräsidentin Cornelia Komposch und der Präsident der kantonalen Offiziersgesellschaft, Oberstlt Dominik Knill




Zwei Mal die Zehn und drei Mal die Neun lassen Cornelia Komposch jubeln




Grossratspräsident Kurt Baumann, ausgezeichnet mit dem goldenen Feldschiessenkranzabzeichen




Daniela Di Lanzo, die 200. Schützin in Bürglen, strahlt.

Die Bevölkerung folgt der Einladung in die Schützenhäuser
(Schiessen/Rup) Rund die Hälfte der Schützenvereine im Kanton Thurgau haben die Bevölkerung eingeladen, sich anlässlich des Tages der offenen Schützenhäuser selbst ein Bild über den Betrieb im Schützenhaus und den Schiesssport zu machen.

Erfreulich war festzustellen, dass auch Interessierte die Schützenhäuser besuchten, welche nicht unbedingt schiessen, aber das Innere eines Schützenhauses kennen und den Sport als Zuschauer erleben wollten. Manch eine Begleiterin eines Schützen liess sich ermuntern, selbst einmal ein Sportgerät in die Hände zu nehmen und damit zu üben. Der eine und der andere Schützenmeister staunte ob der Treffsicherheit dieser Damen und ermunterte sie, dem Schützenverein beizutreten und diesen interessanten Sport zu pflegen.

In Kreuzlingen motivierte der elfjährige Nachwuchsschütze Silvan Neumann seinen Vater und seinen Grossvater, ihn in seiner Sportstätte zu besuchen und den Schiessbetrieb selbst kennen zu lernen. Nach dem kleinen Wettkampf zwischen Vater und Sohn überzeugte Silvan auch seinen Grossvater, dass dieser an die Ladebank treten und seine Treffsicherheit beweisen soll. Begeistert ob des Engagements des Enkels liess sich der Grossvater überreden. Er gestand, dass er letztmals 1944 eine Pistole in Händen gehalten hatte und nicht wisse, wie dieses Sportgerät, die SIG 210, welche mit Baujahr 1949 19 Jahre jünger ist als er selbst, funktioniert. Nach den Instruktionen durch den erfahrenen Schützenmeister brachte er seinen Enkel zu staunen. Ohne in den vergangenen 75 Jahren ein Training absolviert zu haben, platzierte er seine Schüsse alle auf der Scheibe, im und nahe um das Zentrum. Abschliessend meinte er, dass eben auch im Schiess-Sport «gelernt ist gelernt» gilt. Der Vater des Nachwuchsschützen erklärte, dass er froh sei, dass der Sohn das Schiessen in diesen geordneten Bahnen im Verein betreiben könne, und er ihn damit von dessen Wunsch, mit den Farbbeuteln am Gotcha-Schiessen mitzumachen, habe abbringen können. Dass er jetzt selbst den Schiessbetrieb so hautnah habe erleben dürfen, habe ihn in seinem Entscheid bestärkt.

Auch wenn sich nicht Massen durch die geöffneten Türen drängten, sind die Verantwortlichen mit dem Erfolg zufrieden. Die erstmalige Durchführung dieser Veranstaltung hat gezeigt, dass sich die Bevölkerung sehr wohl interessiert, was in diesen Sportstätten geschieht. Und wer weiss, vielleicht hat die eine Dame oder der andere Herr erkannt, dass Schiessen nicht einfach Lärm verursacht, sondern ein intensiver und interessanter Sport ist. Wenn sich diese Besucher für den Beitritt zu einem Schützenverein entschliessen können, wurde ein grosses Ziel der mitmachenden Vereine erreicht. Die Verantwortlichen werden jedenfalls auch im kommenden Jahr die Türen wieder öffnen und hoffen, dass wieder Interessierte den Weg ins Schützenhaus finden.


Peter K. Rüegg, TKSV
Abt. Kommunikation



So charmant empfangen muss es ja Freude machen


 


 

Der Blick aus dem geöffneten Schützenhaus im Langdorf


 


 

Professionell betreut und vom Kollegen beobachtet




 



Kinder beobachten fasziniert ihren Vater



 



Soll ich es wirklich wagen?



 



Drei Generationen Schützen mit Betreuer




 



Grossvater Neumann in Aktion




 



Sie freuen sich über die Betreuung durch den Präsidenten





 

Das Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche ist einmalig
Die Ostschweiz organisiert am letzten Juni- und am ersten Juli-Wochenende ein Eidgenössisches Schützenfest für Jugendliche. Für diesen Grossanlass benötigt man viele Helfer vor Ort und hat schon ein enormes Pensum an Vorarbeit geleistet. Nun, zweieinhalb Monate vorher stellt sich die Frage: Ist man auf Kurs? Dazu gibt Manfred Koller Auskunft.

Manfred Koller, Sie sind OK-Präsident des grössten Nachwuchs-Schiesswettkampfes dieses Jahres. In gut elf Wochen wird der Anlass stattfinden. Sind Sie und Ihre Helfer auf Kurs? 
Manfred Koller: Wir sind fast auf Kurs. Aber es ist so, dass kurz vor Beginn eines Festes die Detailarbeiten doch noch sehr intensiv werden. Bei der Zusage von Helfern sind wir leider noch nicht auf Kurs. Da haben wir erst etwa die Hälfte derer, die wir benötigen. Wir müssen die Werbetrommel nochmals intensiv rühren und das möchte ich hiermit auch machen. Wer ein wenig Zeit hat und etwas für den Nachwuchs tun möchte, soll sich doch bitte als Helfer bei uns melden.  (Link zur Helfer-Anmeldung)

Ein solches Fest, das von einer ganzen Region organisiert wird, gibt sicher viel Arbeit im Vorfeld. Wann begannen die Vorbereitungen und wie werden Sie unterstützt?
Manfred Koller: Der Startschuss war am 16. Dezember 2016. An diesem Tag hat die PK SSV uns die Zusage gegeben, dass wir das Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche durchführen dürfen. Wir, der Verein Ostschweizer Nachwuchschefs, sind ein eigenständiger Verein, der keinem Kantonalverband angeschlossen ist.

Wie ist der Stand der Anmeldungen?
Manfred Koller: Bis heute haben sich 1600 Schützen angemeldet und es werden jeden Tag ein bisschen mehr.

Sind Sie damit bereits zufrieden oder dürften es noch etwas mehr Teilnehmer sein?
Manfred Koller: Wir haben unser Ziel sicher noch nicht erreicht. Aber man muss bedenken, dass im 300m Bereich die Kurse erst kürzlich begonnen haben. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass bei den Kurzdistanzen die Anmeldungen bisher sehr mager ausgefallen sind.

Auf wie vielen Schiessständen und wo wird der Wettkampf ausgetragen?
Manfred Koller: Der Hauptschiessplatz ist das Schollenholz in Frauenfeld, wo auf allen Distanzen geschossen werden kann. Im 300m Bereich konnten wir auch die Schiessplätze Thundorf, Matzingen und Gachnang für uns gewinnen. Im 50m Bereich steht auch Dettighofen zur Verfügung. Das heisst, dass insgesamt 102 Scheiben zur Verfügung stehen. Und sollten die Anmeldungen höher ausfallen als erwartet, hätten wir noch eine weitere Anlage im Köcher.

Nicht alle Schiessstände sind gleich. Bezüglich der Windverhältnisse oder des Sonnenstandes gibt es Unterschiede. Was wird etwas unternommen, um allen Wettkämpfern dieselben Chancen zu bieten?
Manfred Koller: Es wird auf jedem Stand das bestmögliche gemacht für faire Wettkämpfe. Schlussendlich gehört nebst der idealen Form der Wettkämpfer aber auch immer ein Quäntchen Glück dazu.

Kann hier jeder Jugendliche teilnehmen oder muss man sich dafür qualifizieren?
Manfred Koller: Nein, es gibt keine Qualifikation. Eine gültige Lizenz reicht.

Wie alt sind die Teilnehmer?
Manfred Koller: Im Bereich Gewehr 300m und Pistole 25m sind sie zwischen zehn und 20 Jahren, bei den anderen dürfen bereits Kinder ab 8 Jahren teilnehmen.

Warum würden Sie die Teilnahme an diesem Anlass den Jugendlichen empfehlen?
Manfred Koller:  Weil es nicht nur ein Wettkampf ist, sondern auch ein kameradschaftlicher Anlass. Und dies jeder Jugendliche nur einmal in seinem Leben erleben kann. Und nicht zu vergessen, dass bei jeder Distanz fünf verschiedene Stiche angeboten werden.

Kehren die Jugendlichen noch am selben Tag nach Hause zurück oder wird ihnen auch abends ein Programm geboten?
Manfred Koller: Nein, am Abend geht Im Festzentrum Galgenholz in Frauenfeld die Party ab. Gemeinsam kann Live-Musik erlebt werden. Am Freitag, 28 Juni wird die Random-Partyband auftreten und am Samstag, 29 Juni die Berner Mundart-Gruppe «Halunke». Am zweiten Wochenende steht am Freitag die Cover-Partyband Top4Tea auf der Bühne, am Samstag sorgt die Gruppe QL für den richtigen Sound. Und wer möchte, hat die Möglichkeit schweizweite Kontakte zu knüpfen.

In diesem Fall benötigen Sie auch Übernachtungsmöglichkeiten, wie wurde dieses Unterfangen gelöst?
Manfred Koller: Jene Besucher, die mehr als einen Tag bei uns verweilen möchten, können entweder auf dem Zeltplatz beim Festgelände oder in einer Zivilschutzunterkunft nächtigen. Dafür bieten wir preisgünstige Packages an, die die entsprechende Schlafgelegenheit, sowie Nachtessen, Frühstück und Event-Eintritt inklusive einem alkoholfreien Getränk beinhalten.

Wie haben Sie die Verpflegung für so viele Menschen organisiert?
Manfred Koller: Auf dem Festgelände haben wir die Migros als Partner und auf den Schiessplätzen sind die zuständigen Vereine unsere Partner.

Am ersten Sonntag steht der offizielle Tag auf dem Programm, was muss man sich darunter vorstellen?
Manfred Koller: Es werden Gäste aus Politik und Armee erwartet. Und natürlich die Nachwuchsverantwortlichen aus allen Kantonen. Auch unseren Sponsoren werden wir zeigen, wie sich unsere Jugendlichen sportlich messen.

Am zweiten Sonntag dann der Schützenkönigsausstich. Wie viele neue Schützenkönige wird es nach diesem Tag geben?
Manfred Koller: Es werden 18 Titel an diesem Tag vergeben.

Wie sieht die finanzielle Situation aus? Konnten Sie genügend Sponsoren dafür begeistern?
Manfred Koller: Die Sponsorensuche ist in der heutigen Zeit keine einfache Sache mehr. Da möchte ich mich bei jenen recht herzlich bedanken, welche uns ihre Unterstützung bereits zugesagt haben. Und natürlich würde es mich sehr freuen, wenn jemand diese Zeilen liest und sich angesprochen fühlt, den sportlichen Anlass zu Gunsten unserer Jugend mit einem Betrag oder einer Gabe zu unterstützen. Ich freue mich über jedes Sponsoring.

Werden Sie auch vom Militär in irgendeiner Form unterstützt?
Manfred Koller: Ja, das Militär unterstützt uns beispielsweise beim Auf- und Abbau der Infrastruktur.

Was muss in den nächsten Wochen noch alles an die Hand genommen werden?
Manfred Koller: Vor allem müssen wir noch die Werbetrommel rühren für weitere Helfer sowie für noch mehr Teilnehmer an unserem Sportanlasses.

Welcher Bereich macht Ihnen noch Sorgen?
Manfred Koller: Eindeutig der Helferbereich. Aber auch das Finanzielle. Wir sind nicht gewinnorientiert, aber wir sind doch bestrebt, schwarze Zahlen zu schreiben.

Auf was freuen Sie sich am meisten?
Manfred Koller:  Dass wir ein unfallfreies Fest feiern und viele lachende Gesichter sehen können. Ich freue mich auf die glücklich funkelnden Augen der Jugendlichen, wenn sie ein Top-Resultat erzielt haben.

Was wünschen Sie sich für den Anlass selber?
Manfred Koller: Dass wir vom OK sagen können: „Es hat sich gelohnt, unsere Freizeit für die Jugend zu investieren“. Und dass vielleicht der eine oder andere einem auf die Schulter klopft und sagt: „Das habt ihr gut gemacht“. (schmunzelt)

 


Interview durch
Beatrice Bollhalder



Manfred Koller, OK-Präsident des ESFJ 2019 gibt Auskunft im Interview

25. Thurgauer Apfelschussfinal mit Politprominenz
(Schiessen/Rup) Kurz nach der Gründung im Jahr 1992 nahm die Thurgauer Matchschützenvereinigung (TMSV) als erstes grosses Projekt die Nachwuchsförderung in Angriff. Aus der Idee, mit einem Wettkampf den Schützennachwuchs zu motivieren, sich auf die Distanz von 10 Metern mit Gleichgesinnten, unbeachtlich, mit welchem Sportgerät sie schiessen, zu messen, wurde der «Thurgauer Apfelschuss» geboren. Kurt Stark als Vater des Gedankens bei der TMSV konnte von den Armbrustschützen Werner Zingg, aus dem Bereich Luftgewehr Markus Wyss und von den Luftpistolenverantwortlichen Hans Walter Nigg für die Idee gewinnen. Anlässlich der Qualifikationsrunde kämpfen die jungen Athletinnen und Athleten im eigenen Stand um den Startplatz am Final im Schollenholz. Manch eine später erfolgreiche Thurgauer Schützin oder erfolgreicher Thurgauer Schütze wurde am Apfelschuss entdeckt. Mit der anschliessenden zielgerichteten Förderung konnten sie zu hervorragenden Athleten, bis zum Schweizermeistertitel begleitet werden.

Auch für den Jubiläumsfinal 25 Jahre Thurgauer Apfelschuss wurden wieder 80 Startplätze vergeben. Mit der Luftpistole schossen 12, mit der Armbrust 21 und mit dem Luftgewehr 47 Athletinnen und Athleten unter 17 Jahren um Titel und Pokal.

Die in ihrem Departement eher für die etwas früher Geborenen zuständige Stadträtin von Frauenfeld, Elsbeth Aepli Stettler, erwies den jungen Sportlerinnen und Sportlern die Ehre. Interessiert verfolgte sie die spannenden Wettkämpfe. Sie staunte, ob dem Eifer und der Freude der jungen Sportlerinnen und Sportler und stellte anerkennend fest, wie sorgfältig die jungen Schützinnen und Schützen mit ihren Sportgeräten hantierten. Auf ihrem Gesicht war ein Schmunzeln zu erkennen, als sie sah, wie die kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche gerade knapp über die Ladebank schauen können, ihre Sportgeräte beherrschen, und welch ausgezeichnete Resultate diese Schützinnen und Schützen erzielen konnten.

Dass auch bei diesen jungen Sportlerinnen und Sportlern die Nerven mitspielen, hat die zehnjährige Kaya Staub, Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, bewiesen. Kaya schiesst sowohl mit der Armbrust wie auch mit dem Luftgewehr. Mit dem Luftgewehr hat sie sich für ihre erste Finalteilnahme qualifiziert. Obwohl sie ihrer Mutter versicherte, überhaupt nicht nervös zu sein, hatte sie nicht mehr die Ruhe, die Smarties zu essen, und gab diese der Mutter zurück.

Jubel und Tränen liegen nahe beieinander. Das musste Joya Brändli, ebenfalls Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, erfahren. In beiden Durchgängen punktegleich mit ihrer Vereinskameradin Natascha Suter landete sie auf dem undankbaren vierten Rang. Die eine Mouche der Kameradin im zweiten Durchgang führte gemäss Reglement zu dieser Rangfolge.
In den Schlussranglisten belegen bei den Teilnehmenden mit der Armbrust die Mitglieder der Vereine Neuwilen und Buhwil-Neukirch die Spitzenränge. In der Disziplin Luftgewehr zeigt sich, dass Balterswil-Ifwil und Mauren-Berg die Nachwuchsförderung ernst nehmen. Einzig in der Kategorie Jugend III und IV setzten sich auch die Mitglieder von Märwil, Schönholzerswilen und Weinfelden auf die Spitzenränge. Die Disziplin Luftpistole wird klar von den Athleten der Stadtschützen Frauenfeld dominiert. Teilgenommen haben auch noch Mitglieder der Pistolenschützen Diessenhofen.


Hier die: > Resultate vom 25. TG Apfelschuss Final 2019

Peter K. Rüegg, TKSV

Abt. Kommunikation



Die glücklichen Pokalgewinner aller Disziplinen


 


 

Elsbeth Aepli Stettler im Kreise der Schützen


 


 

Sie sieht kaum über die Ladebank




 



Joya Brändli, die unglückliche Vierte





 

Die Thurgauer Meisterschützen der Saison 2018
(Schiessen/Rup) Unter der Leitung von Jakob Windler, Ressortleiter Pistole, und Charly Wirth, RL Gewehr, lud der Thurgauer Kantonalschützenverband am vergangenen Samstag die Schützinnen und Schützen zum Final des Wettbewerbs "Thurgauer Meisterschütze" ein.

Spannende Ausgangslage in allen Kategorien
Bei den Gewehrschützen ist die Spitze dicht beieinander. Im Feld A mit den Sportgewehren liegen zwischen dem ersten und dem achten Qualifikationsplatz nur sieben, in der Kategorie D mit den Ordonnanzgewehren neun Punkte. Gleiches gilt für die Pistolenschützen. Zwischen dem ersten und dem letzten Startplatz beträgt die Differenz auf 25m 21 und auf 50m 14 Punkte. Die Nachwuchsschützinnen und -Schützen mit dem Sturmgewehr 90 bewegen sich in einem etwas grösseren Feld. Zwischen dem ersten und dem achten Qualifikationsrang liegt eine Differenz von 25 Punkten. Mit diesen Vorzeichen waren in allen Finaldurchgängen hochstehende und spannende Wettkämpfe angesagt.

Nachwuchsschützen mit starken Nerven
Dass ein hinterer Qualifikationsrang nicht unbedingt eine Hypothek bedeutet, haben die Schützin Cheyenne Eugster, SG Mauren-Berg, und der Schütze Luca Bosshard, SG Balterswil-Ifwil, bewiesen. Ursprünglich nicht qualifiziert, rutschten beide infolge Abwesenheiten in die Qualifikationsränge. Auf dem 6.Rang gestartet, rollte Luca Bosshard das Feld von hinten auf. Mit einer 99er Mouche als Finalschuss machte er alles klar und setzte sich mit 31 Punkten Vorsprung klar an die Spitze der Rangliste. Damit ist er nach 2014 zum zweiten Mal Meisterschütze in der Kategorie Nachwuchs. Eine solche Steigerung gelang auch Cheyenne Eugster. Sie startete ab dem 7. Qualifikationsrang und kämpfte sich im Final Schuss um Schuss nach vorne. Mit dem 2. Schlussrang machte sie sich an ihrem Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Den dritten Platz belegt Nadia Studer, SG Balterswil-Ifwil.

Zweikampf zwischen Vater und Tochter im Feld A
Die Schützinnen und Schützen in der Kategorie A waren insbesondere auf den Wettkampf zwischen Vater Daniel und Tochter Jessica Hollenstein, beide SG Bettwiesen, konzentriert. Mit 464 Punkten aus der Qualifikation lag der Vater drei Punkte und 5 Ränge vor seiner Tochter. Das Vater-Tochter-Duell war sehr brisant. Nach dem 9. Schuss lagen beide mit 1286 Punkten gleichauf. Ein Zusatzschuss musste gemäss Reglement über das Weiterkommen entscheiden. Beide hatten nicht die besten Schüsse: Daniel setzte sich dann aber mit 89 gegen Jessica mit 86 Punkten durch! In der Schlussrangliste finden sich hinter dem Meisterschützen 2018, Benny Götsch, SG Bürglen, und dem zweitplatzierten Stefan Brühlmann, Tälischützen Arbon-Roggwil, Daniel Hollenstein auf Rang drei und seine Tochter auf Rang vier.

Bruderduell im Feld D
Auch in der Kategorie D mit den Ordonnanzgewehren ergab sich eine Besonderheit. Auf Startplatz drei stieg Rino Bilger gegen seinen auf Rang fünf liegenden Bruder Marc Bilger, beide SG Fischingen, in den Wettkampf. Im Finalschiessen tauschten die beiden den Rang. Marc Bilger beendete das Bruderduell auf Rang fünf und sein Bruder Rino Bilger auf Rang sieben. Als Meisterschütze konnte in dieser Kategorie Stefan Hut, SG Bürglen, ausgezeichnet werden. Vor dem letzten Schuss noch mit 14 Punkten in Führung liegend, zeigte der Sieger und nachmalige Meisterschütze beim Finalschuss noch Nerven. Mit 79 wurde sein Schuss gewertet. Da auch sein Verfolger mit dem mit 89 Punkten gewerteten Treffer nicht den besten Schuss abgab, verblieben ihm am Schluss noch vier Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Remo Schmied, SG Illhart. Auf Rang drei positionierte sich Albert Koller, SG Tobel.

Wängi und Diessenhofen dominieren bei den Pistolenschützen
Infolge etlicher Abwesenheiten konnten bei den Pistolenschützen nicht alle Startplätze gefüllt werden. Auf die Distanz 25m standen eine Schützin und sieben Schützen an der Ladebank. Vier aus Diessenhofen, drei aus Wängi und einer aus Sirnach. Alle Augen richteten sich auf Sandra Stark, PS Wängi, Mitglied des Nationalkaders. Sandra liess sich durch nichts aus der Ruhe bringen und verteidigte ihren ersten Qualifikationsrang bis zum letzten Schuss. Auf Rang zwei platzierte sich der sehr stark schiessende Markus Windler, PS Diessenhofen, gefolgt vom Vereinskameraden der Meisterschützin 2018, Armin Hug.

Auf die Distanz 50m waren nur fünf Plätze belegt. Markus Berner, PS Amriswil, der erstplatzierte der Qualifikation konnte seinen Platz nicht verteidigen und das Resultat des Superfinals vom vergangenen Samstag nicht wiederholen. Er musste sich von Arthur Lienhard, PS Diessenhofen, welcher vom letzten Qualifikationsplatz gestartet den Titel Meisterschütze erkämpfte, geschlagen geben. Der bis zur Ausmarchung der Podestplätze in Führung liegende Tobias Josef, SG Wängi schoss sich mit einer 47 im dritten Finalschuss selbst aus dem Rennen um den Titel des Meisterschützen. Er belegt den dritten Schlussrang.

Das Sturmgewehr 90
Zum ständigen Thema, Schützinnen und Schützen mit dem Sturmgewehr hätten keine Chance folgende Tatsachen:
Rino Bilger, SG Fischingen, qualifizierte sich mit dem Sturmgewehr auf dem zweiten Qualifikatonsplatz, nur einen Punkt hinter dem Qualifikationssieger Remo Schmied, SG Illhart. Auf Rang 6 mit nur fünf Punkten hinter dem Qualifikationssieger liegt Albert Koller, SG Tobel, welcher in der Finalrangliste auf Platz 3 liegt.


Hier die: > Resultate vom TG Meisterschütz Final 2018

Peter K. Rüegg, TKSV

Abt. Kommunikation



300m Nachwuchs, v.l.: Eugster Cheyenne, Bosshard Luca und Studer Nadja


 


 

300m Kategorie A, v.l.: Brühlmann Stefan, Götsch Benny und Hollenstein Daniel


 


 

300m Kategorie D, v.l.: Schmied Remo, Hut Stefan und Koller Albert




 



Pistole 25m, v.l.: Windler Markus, Stark Sandra und Hug Armin



 



Pistole 50m, v.l.: Berner Markus, Lienhard Arthur und Josef Tobias


 




Alle Kategoriensieger, v.l.: Hut Stefan, Kat. D; Lienhard Arthur, P50; Stark Sandra, P25; Bosshard Luca, Nachwuchs und Götsch Benny, Kat. A