Die Bevölkerung folgt der Einladung in die Schützenhäuser
(Schiessen/Rup) Rund die Hälfte der Schützenvereine im Kanton Thurgau haben die Bevölkerung eingeladen, sich anlässlich des Tages der offenen Schützenhäuser selbst ein Bild über den Betrieb im Schützenhaus und den Schiesssport zu machen.

Erfreulich war festzustellen, dass auch Interessierte die Schützenhäuser besuchten, welche nicht unbedingt schiessen, aber das Innere eines Schützenhauses kennen und den Sport als Zuschauer erleben wollten. Manch eine Begleiterin eines Schützen liess sich ermuntern, selbst einmal ein Sportgerät in die Hände zu nehmen und damit zu üben. Der eine und der andere Schützenmeister staunte ob der Treffsicherheit dieser Damen und ermunterte sie, dem Schützenverein beizutreten und diesen interessanten Sport zu pflegen.

In Kreuzlingen motivierte der elfjährige Nachwuchsschütze Silvan Neumann seinen Vater und seinen Grossvater, ihn in seiner Sportstätte zu besuchen und den Schiessbetrieb selbst kennen zu lernen. Nach dem kleinen Wettkampf zwischen Vater und Sohn überzeugte Silvan auch seinen Grossvater, dass dieser an die Ladebank treten und seine Treffsicherheit beweisen soll. Begeistert ob des Engagements des Enkels liess sich der Grossvater überreden. Er gestand, dass er letztmals 1944 eine Pistole in Händen gehalten hatte und nicht wisse, wie dieses Sportgerät, die SIG 210, welche mit Baujahr 1949 19 Jahre jünger ist als er selbst, funktioniert. Nach den Instruktionen durch den erfahrenen Schützenmeister brachte er seinen Enkel zu staunen. Ohne in den vergangenen 75 Jahren ein Training absolviert zu haben, platzierte er seine Schüsse alle auf der Scheibe, im und nahe um das Zentrum. Abschliessend meinte er, dass eben auch im Schiess-Sport «gelernt ist gelernt» gilt. Der Vater des Nachwuchsschützen erklärte, dass er froh sei, dass der Sohn das Schiessen in diesen geordneten Bahnen im Verein betreiben könne, und er ihn damit von dessen Wunsch, mit den Farbbeuteln am Gotcha-Schiessen mitzumachen, habe abbringen können. Dass er jetzt selbst den Schiessbetrieb so hautnah habe erleben dürfen, habe ihn in seinem Entscheid bestärkt.

Auch wenn sich nicht Massen durch die geöffneten Türen drängten, sind die Verantwortlichen mit dem Erfolg zufrieden. Die erstmalige Durchführung dieser Veranstaltung hat gezeigt, dass sich die Bevölkerung sehr wohl interessiert, was in diesen Sportstätten geschieht. Und wer weiss, vielleicht hat die eine Dame oder der andere Herr erkannt, dass Schiessen nicht einfach Lärm verursacht, sondern ein intensiver und interessanter Sport ist. Wenn sich diese Besucher für den Beitritt zu einem Schützenverein entschliessen können, wurde ein grosses Ziel der mitmachenden Vereine erreicht. Die Verantwortlichen werden jedenfalls auch im kommenden Jahr die Türen wieder öffnen und hoffen, dass wieder Interessierte den Weg ins Schützenhaus finden.


Peter K. Rüegg, TKSV
Abt. Kommunikation



So charmant empfangen muss es ja Freude machen


 


 

Der Blick aus dem geöffneten Schützenhaus im Langdorf


 


 

Professionell betreut und vom Kollegen beobachtet




 



Kinder beobachten fasziniert ihren Vater



 



Soll ich es wirklich wagen?



 



Drei Generationen Schützen mit Betreuer




 



Grossvater Neumann in Aktion




 



Sie freuen sich über die Betreuung durch den Präsidenten





 

Das Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche ist einmalig
Die Ostschweiz organisiert am letzten Juni- und am ersten Juli-Wochenende ein Eidgenössisches Schützenfest für Jugendliche. Für diesen Grossanlass benötigt man viele Helfer vor Ort und hat schon ein enormes Pensum an Vorarbeit geleistet. Nun, zweieinhalb Monate vorher stellt sich die Frage: Ist man auf Kurs? Dazu gibt Manfred Koller Auskunft.

Manfred Koller, Sie sind OK-Präsident des grössten Nachwuchs-Schiesswettkampfes dieses Jahres. In gut elf Wochen wird der Anlass stattfinden. Sind Sie und Ihre Helfer auf Kurs? 
Manfred Koller: Wir sind fast auf Kurs. Aber es ist so, dass kurz vor Beginn eines Festes die Detailarbeiten doch noch sehr intensiv werden. Bei der Zusage von Helfern sind wir leider noch nicht auf Kurs. Da haben wir erst etwa die Hälfte derer, die wir benötigen. Wir müssen die Werbetrommel nochmals intensiv rühren und das möchte ich hiermit auch machen. Wer ein wenig Zeit hat und etwas für den Nachwuchs tun möchte, soll sich doch bitte als Helfer bei uns melden.  (Link zur Helfer-Anmeldung)

Ein solches Fest, das von einer ganzen Region organisiert wird, gibt sicher viel Arbeit im Vorfeld. Wann begannen die Vorbereitungen und wie werden Sie unterstützt?
Manfred Koller: Der Startschuss war am 16. Dezember 2016. An diesem Tag hat die PK SSV uns die Zusage gegeben, dass wir das Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche durchführen dürfen. Wir, der Verein Ostschweizer Nachwuchschefs, sind ein eigenständiger Verein, der keinem Kantonalverband angeschlossen ist.

Wie ist der Stand der Anmeldungen?
Manfred Koller: Bis heute haben sich 1600 Schützen angemeldet und es werden jeden Tag ein bisschen mehr.

Sind Sie damit bereits zufrieden oder dürften es noch etwas mehr Teilnehmer sein?
Manfred Koller: Wir haben unser Ziel sicher noch nicht erreicht. Aber man muss bedenken, dass im 300m Bereich die Kurse erst kürzlich begonnen haben. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass bei den Kurzdistanzen die Anmeldungen bisher sehr mager ausgefallen sind.

Auf wie vielen Schiessständen und wo wird der Wettkampf ausgetragen?
Manfred Koller: Der Hauptschiessplatz ist das Schollenholz in Frauenfeld, wo auf allen Distanzen geschossen werden kann. Im 300m Bereich konnten wir auch die Schiessplätze Thundorf, Matzingen und Gachnang für uns gewinnen. Im 50m Bereich steht auch Dettighofen zur Verfügung. Das heisst, dass insgesamt 102 Scheiben zur Verfügung stehen. Und sollten die Anmeldungen höher ausfallen als erwartet, hätten wir noch eine weitere Anlage im Köcher.

Nicht alle Schiessstände sind gleich. Bezüglich der Windverhältnisse oder des Sonnenstandes gibt es Unterschiede. Was wird etwas unternommen, um allen Wettkämpfern dieselben Chancen zu bieten?
Manfred Koller: Es wird auf jedem Stand das bestmögliche gemacht für faire Wettkämpfe. Schlussendlich gehört nebst der idealen Form der Wettkämpfer aber auch immer ein Quäntchen Glück dazu.

Kann hier jeder Jugendliche teilnehmen oder muss man sich dafür qualifizieren?
Manfred Koller: Nein, es gibt keine Qualifikation. Eine gültige Lizenz reicht.

Wie alt sind die Teilnehmer?
Manfred Koller: Im Bereich Gewehr 300m und Pistole 25m sind sie zwischen zehn und 20 Jahren, bei den anderen dürfen bereits Kinder ab 8 Jahren teilnehmen.

Warum würden Sie die Teilnahme an diesem Anlass den Jugendlichen empfehlen?
Manfred Koller:  Weil es nicht nur ein Wettkampf ist, sondern auch ein kameradschaftlicher Anlass. Und dies jeder Jugendliche nur einmal in seinem Leben erleben kann. Und nicht zu vergessen, dass bei jeder Distanz fünf verschiedene Stiche angeboten werden.

Kehren die Jugendlichen noch am selben Tag nach Hause zurück oder wird ihnen auch abends ein Programm geboten?
Manfred Koller: Nein, am Abend geht Im Festzentrum Galgenholz in Frauenfeld die Party ab. Gemeinsam kann Live-Musik erlebt werden. Am Freitag, 28 Juni wird die Random-Partyband auftreten und am Samstag, 29 Juni die Berner Mundart-Gruppe «Halunke». Am zweiten Wochenende steht am Freitag die Cover-Partyband Top4Tea auf der Bühne, am Samstag sorgt die Gruppe QL für den richtigen Sound. Und wer möchte, hat die Möglichkeit schweizweite Kontakte zu knüpfen.

In diesem Fall benötigen Sie auch Übernachtungsmöglichkeiten, wie wurde dieses Unterfangen gelöst?
Manfred Koller: Jene Besucher, die mehr als einen Tag bei uns verweilen möchten, können entweder auf dem Zeltplatz beim Festgelände oder in einer Zivilschutzunterkunft nächtigen. Dafür bieten wir preisgünstige Packages an, die die entsprechende Schlafgelegenheit, sowie Nachtessen, Frühstück und Event-Eintritt inklusive einem alkoholfreien Getränk beinhalten.

Wie haben Sie die Verpflegung für so viele Menschen organisiert?
Manfred Koller: Auf dem Festgelände haben wir die Migros als Partner und auf den Schiessplätzen sind die zuständigen Vereine unsere Partner.

Am ersten Sonntag steht der offizielle Tag auf dem Programm, was muss man sich darunter vorstellen?
Manfred Koller: Es werden Gäste aus Politik und Armee erwartet. Und natürlich die Nachwuchsverantwortlichen aus allen Kantonen. Auch unseren Sponsoren werden wir zeigen, wie sich unsere Jugendlichen sportlich messen.

Am zweiten Sonntag dann der Schützenkönigsausstich. Wie viele neue Schützenkönige wird es nach diesem Tag geben?
Manfred Koller: Es werden 18 Titel an diesem Tag vergeben.

Wie sieht die finanzielle Situation aus? Konnten Sie genügend Sponsoren dafür begeistern?
Manfred Koller: Die Sponsorensuche ist in der heutigen Zeit keine einfache Sache mehr. Da möchte ich mich bei jenen recht herzlich bedanken, welche uns ihre Unterstützung bereits zugesagt haben. Und natürlich würde es mich sehr freuen, wenn jemand diese Zeilen liest und sich angesprochen fühlt, den sportlichen Anlass zu Gunsten unserer Jugend mit einem Betrag oder einer Gabe zu unterstützen. Ich freue mich über jedes Sponsoring.

Werden Sie auch vom Militär in irgendeiner Form unterstützt?
Manfred Koller: Ja, das Militär unterstützt uns beispielsweise beim Auf- und Abbau der Infrastruktur.

Was muss in den nächsten Wochen noch alles an die Hand genommen werden?
Manfred Koller: Vor allem müssen wir noch die Werbetrommel rühren für weitere Helfer sowie für noch mehr Teilnehmer an unserem Sportanlasses.

Welcher Bereich macht Ihnen noch Sorgen?
Manfred Koller: Eindeutig der Helferbereich. Aber auch das Finanzielle. Wir sind nicht gewinnorientiert, aber wir sind doch bestrebt, schwarze Zahlen zu schreiben.

Auf was freuen Sie sich am meisten?
Manfred Koller:  Dass wir ein unfallfreies Fest feiern und viele lachende Gesichter sehen können. Ich freue mich auf die glücklich funkelnden Augen der Jugendlichen, wenn sie ein Top-Resultat erzielt haben.

Was wünschen Sie sich für den Anlass selber?
Manfred Koller: Dass wir vom OK sagen können: „Es hat sich gelohnt, unsere Freizeit für die Jugend zu investieren“. Und dass vielleicht der eine oder andere einem auf die Schulter klopft und sagt: „Das habt ihr gut gemacht“. (schmunzelt)

 


Interview durch
Beatrice Bollhalder



Manfred Koller, OK-Präsident des ESFJ 2019 gibt Auskunft im Interview

25. Thurgauer Apfelschussfinal mit Politprominenz
(Schiessen/Rup) Kurz nach der Gründung im Jahr 1992 nahm die Thurgauer Matchschützenvereinigung (TMSV) als erstes grosses Projekt die Nachwuchsförderung in Angriff. Aus der Idee, mit einem Wettkampf den Schützennachwuchs zu motivieren, sich auf die Distanz von 10 Metern mit Gleichgesinnten, unbeachtlich, mit welchem Sportgerät sie schiessen, zu messen, wurde der «Thurgauer Apfelschuss» geboren. Kurt Stark als Vater des Gedankens bei der TMSV konnte von den Armbrustschützen Werner Zingg, aus dem Bereich Luftgewehr Markus Wyss und von den Luftpistolenverantwortlichen Hans Walter Nigg für die Idee gewinnen. Anlässlich der Qualifikationsrunde kämpfen die jungen Athletinnen und Athleten im eigenen Stand um den Startplatz am Final im Schollenholz. Manch eine später erfolgreiche Thurgauer Schützin oder erfolgreicher Thurgauer Schütze wurde am Apfelschuss entdeckt. Mit der anschliessenden zielgerichteten Förderung konnten sie zu hervorragenden Athleten, bis zum Schweizermeistertitel begleitet werden.

Auch für den Jubiläumsfinal 25 Jahre Thurgauer Apfelschuss wurden wieder 80 Startplätze vergeben. Mit der Luftpistole schossen 12, mit der Armbrust 21 und mit dem Luftgewehr 47 Athletinnen und Athleten unter 17 Jahren um Titel und Pokal.

Die in ihrem Departement eher für die etwas früher Geborenen zuständige Stadträtin von Frauenfeld, Elsbeth Aepli Stettler, erwies den jungen Sportlerinnen und Sportlern die Ehre. Interessiert verfolgte sie die spannenden Wettkämpfe. Sie staunte, ob dem Eifer und der Freude der jungen Sportlerinnen und Sportler und stellte anerkennend fest, wie sorgfältig die jungen Schützinnen und Schützen mit ihren Sportgeräten hantierten. Auf ihrem Gesicht war ein Schmunzeln zu erkennen, als sie sah, wie die kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche gerade knapp über die Ladebank schauen können, ihre Sportgeräte beherrschen, und welch ausgezeichnete Resultate diese Schützinnen und Schützen erzielen konnten.

Dass auch bei diesen jungen Sportlerinnen und Sportlern die Nerven mitspielen, hat die zehnjährige Kaya Staub, Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, bewiesen. Kaya schiesst sowohl mit der Armbrust wie auch mit dem Luftgewehr. Mit dem Luftgewehr hat sie sich für ihre erste Finalteilnahme qualifiziert. Obwohl sie ihrer Mutter versicherte, überhaupt nicht nervös zu sein, hatte sie nicht mehr die Ruhe, die Smarties zu essen, und gab diese der Mutter zurück.

Jubel und Tränen liegen nahe beieinander. Das musste Joya Brändli, ebenfalls Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, erfahren. In beiden Durchgängen punktegleich mit ihrer Vereinskameradin Natascha Suter landete sie auf dem undankbaren vierten Rang. Die eine Mouche der Kameradin im zweiten Durchgang führte gemäss Reglement zu dieser Rangfolge.
In den Schlussranglisten belegen bei den Teilnehmenden mit der Armbrust die Mitglieder der Vereine Neuwilen und Buhwil-Neukirch die Spitzenränge. In der Disziplin Luftgewehr zeigt sich, dass Balterswil-Ifwil und Mauren-Berg die Nachwuchsförderung ernst nehmen. Einzig in der Kategorie Jugend III und IV setzten sich auch die Mitglieder von Märwil, Schönholzerswilen und Weinfelden auf die Spitzenränge. Die Disziplin Luftpistole wird klar von den Athleten der Stadtschützen Frauenfeld dominiert. Teilgenommen haben auch noch Mitglieder der Pistolenschützen Diessenhofen.


Hier die: > Resultate vom 25. TG Apfelschuss Final 2019

Peter K. Rüegg, TKSV

Abt. Kommunikation



Die glücklichen Pokalgewinner aller Disziplinen


 


 

Elsbeth Aepli Stettler im Kreise der Schützen


 


 

Sie sieht kaum über die Ladebank




 



Joya Brändli, die unglückliche Vierte





 

Die Thurgauer Meisterschützen der Saison 2018
(Schiessen/Rup) Unter der Leitung von Jakob Windler, Ressortleiter Pistole, und Charly Wirth, RL Gewehr, lud der Thurgauer Kantonalschützenverband am vergangenen Samstag die Schützinnen und Schützen zum Final des Wettbewerbs "Thurgauer Meisterschütze" ein.

Spannende Ausgangslage in allen Kategorien
Bei den Gewehrschützen ist die Spitze dicht beieinander. Im Feld A mit den Sportgewehren liegen zwischen dem ersten und dem achten Qualifikationsplatz nur sieben, in der Kategorie D mit den Ordonnanzgewehren neun Punkte. Gleiches gilt für die Pistolenschützen. Zwischen dem ersten und dem letzten Startplatz beträgt die Differenz auf 25m 21 und auf 50m 14 Punkte. Die Nachwuchsschützinnen und -Schützen mit dem Sturmgewehr 90 bewegen sich in einem etwas grösseren Feld. Zwischen dem ersten und dem achten Qualifikationsrang liegt eine Differenz von 25 Punkten. Mit diesen Vorzeichen waren in allen Finaldurchgängen hochstehende und spannende Wettkämpfe angesagt.

Nachwuchsschützen mit starken Nerven
Dass ein hinterer Qualifikationsrang nicht unbedingt eine Hypothek bedeutet, haben die Schützin Cheyenne Eugster, SG Mauren-Berg, und der Schütze Luca Bosshard, SG Balterswil-Ifwil, bewiesen. Ursprünglich nicht qualifiziert, rutschten beide infolge Abwesenheiten in die Qualifikationsränge. Auf dem 6.Rang gestartet, rollte Luca Bosshard das Feld von hinten auf. Mit einer 99er Mouche als Finalschuss machte er alles klar und setzte sich mit 31 Punkten Vorsprung klar an die Spitze der Rangliste. Damit ist er nach 2014 zum zweiten Mal Meisterschütze in der Kategorie Nachwuchs. Eine solche Steigerung gelang auch Cheyenne Eugster. Sie startete ab dem 7. Qualifikationsrang und kämpfte sich im Final Schuss um Schuss nach vorne. Mit dem 2. Schlussrang machte sie sich an ihrem Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Den dritten Platz belegt Nadia Studer, SG Balterswil-Ifwil.

Zweikampf zwischen Vater und Tochter im Feld A
Die Schützinnen und Schützen in der Kategorie A waren insbesondere auf den Wettkampf zwischen Vater Daniel und Tochter Jessica Hollenstein, beide SG Bettwiesen, konzentriert. Mit 464 Punkten aus der Qualifikation lag der Vater drei Punkte und 5 Ränge vor seiner Tochter. Das Vater-Tochter-Duell war sehr brisant. Nach dem 9. Schuss lagen beide mit 1286 Punkten gleichauf. Ein Zusatzschuss musste gemäss Reglement über das Weiterkommen entscheiden. Beide hatten nicht die besten Schüsse: Daniel setzte sich dann aber mit 89 gegen Jessica mit 86 Punkten durch! In der Schlussrangliste finden sich hinter dem Meisterschützen 2018, Benny Götsch, SG Bürglen, und dem zweitplatzierten Stefan Brühlmann, Tälischützen Arbon-Roggwil, Daniel Hollenstein auf Rang drei und seine Tochter auf Rang vier.

Bruderduell im Feld D
Auch in der Kategorie D mit den Ordonnanzgewehren ergab sich eine Besonderheit. Auf Startplatz drei stieg Rino Bilger gegen seinen auf Rang fünf liegenden Bruder Marc Bilger, beide SG Fischingen, in den Wettkampf. Im Finalschiessen tauschten die beiden den Rang. Marc Bilger beendete das Bruderduell auf Rang fünf und sein Bruder Rino Bilger auf Rang sieben. Als Meisterschütze konnte in dieser Kategorie Stefan Hut, SG Bürglen, ausgezeichnet werden. Vor dem letzten Schuss noch mit 14 Punkten in Führung liegend, zeigte der Sieger und nachmalige Meisterschütze beim Finalschuss noch Nerven. Mit 79 wurde sein Schuss gewertet. Da auch sein Verfolger mit dem mit 89 Punkten gewerteten Treffer nicht den besten Schuss abgab, verblieben ihm am Schluss noch vier Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Remo Schmied, SG Illhart. Auf Rang drei positionierte sich Albert Koller, SG Tobel.

Wängi und Diessenhofen dominieren bei den Pistolenschützen
Infolge etlicher Abwesenheiten konnten bei den Pistolenschützen nicht alle Startplätze gefüllt werden. Auf die Distanz 25m standen eine Schützin und sieben Schützen an der Ladebank. Vier aus Diessenhofen, drei aus Wängi und einer aus Sirnach. Alle Augen richteten sich auf Sandra Stark, PS Wängi, Mitglied des Nationalkaders. Sandra liess sich durch nichts aus der Ruhe bringen und verteidigte ihren ersten Qualifikationsrang bis zum letzten Schuss. Auf Rang zwei platzierte sich der sehr stark schiessende Markus Windler, PS Diessenhofen, gefolgt vom Vereinskameraden der Meisterschützin 2018, Armin Hug.

Auf die Distanz 50m waren nur fünf Plätze belegt. Markus Berner, PS Amriswil, der erstplatzierte der Qualifikation konnte seinen Platz nicht verteidigen und das Resultat des Superfinals vom vergangenen Samstag nicht wiederholen. Er musste sich von Arthur Lienhard, PS Diessenhofen, welcher vom letzten Qualifikationsplatz gestartet den Titel Meisterschütze erkämpfte, geschlagen geben. Der bis zur Ausmarchung der Podestplätze in Führung liegende Tobias Josef, SG Wängi schoss sich mit einer 47 im dritten Finalschuss selbst aus dem Rennen um den Titel des Meisterschützen. Er belegt den dritten Schlussrang.

Das Sturmgewehr 90
Zum ständigen Thema, Schützinnen und Schützen mit dem Sturmgewehr hätten keine Chance folgende Tatsachen:
Rino Bilger, SG Fischingen, qualifizierte sich mit dem Sturmgewehr auf dem zweiten Qualifikatonsplatz, nur einen Punkt hinter dem Qualifikationssieger Remo Schmied, SG Illhart. Auf Rang 6 mit nur fünf Punkten hinter dem Qualifikationssieger liegt Albert Koller, SG Tobel, welcher in der Finalrangliste auf Platz 3 liegt.


Hier die: > Resultate vom TG Meisterschütz Final 2018

Peter K. Rüegg, TKSV

Abt. Kommunikation



300m Nachwuchs, v.l.: Eugster Cheyenne, Bosshard Luca und Studer Nadja


 


 

300m Kategorie A, v.l.: Brühlmann Stefan, Götsch Benny und Hollenstein Daniel


 


 

300m Kategorie D, v.l.: Schmied Remo, Hut Stefan und Koller Albert




 



Pistole 25m, v.l.: Windler Markus, Stark Sandra und Hug Armin



 



Pistole 50m, v.l.: Berner Markus, Lienhard Arthur und Josef Tobias


 




Alle Kategoriensieger, v.l.: Hut Stefan, Kat. D; Lienhard Arthur, P50; Stark Sandra, P25; Bosshard Luca, Nachwuchs und Götsch Benny, Kat. A


 

Die Schützen suchten den Meister
(Schiessen/Rup) 2008 haben Markus Berner und Roland Rau den Wettkampf "Thurgauer Meisterschütz" ins Leben gerufen. Um diesen Titel erreichen zu können, müssen im Verlauf der Saison diverse Wettkämpfe absolviert werden. Ende der Saison treten die acht besten Schützinnen und Schützen zur Ausmarchung des Titels zum Final an.

Nachdem die ersten zehn Jahre vorbei sind, wurden im Schollenholz in Frauenfeld anlässlich des hochstehenden Superfinals die Besten der Besten der vergangenen Dekade erkoren. Bei der Betrachtung der Liste der Startberechtigten konnte man sich ausmalen, wer der "Primus interpares" werden könnte. Bei den Gewehrschützen im Feld A mit den Sportgewehren war ganz klar Daniel Hollenstein, SG Bettwiesen, gesetzt. Am Thurgauer Kantonalschützenfest stand er im Wettkampf "Nachdoppel" auf dem ersten Rang und gewann ein Standardgewehr. Feld D hatte einen Kronfavoriten. Marco Meier, SG Lustdorf, war 2015 und 2016 der Meisterschütze und am TKSF 2018 Schützenkönig im Feld D. Im LZ-Cup stand er dreimal auf dem Podest. Und so kam es auch. Mit einem Vorsprung von 29 Punkten setzte sich im Feld D Marco Meier und im Feld A mit 23 Punkten mehr als sein Verfolger Daniel Hollenstein an die Spitze der Rangliste.

Nicht ganz so klar war es bei den Pistolenschützen auf 50 m. Es standen in den zehn Jahren zehn Namen auf dem Wanderpreis. Von daher also kein Favorit. Auch an den Wettkämpfen im laufenden Jahr tat sich kein Schütze besonders hervor. So war das Rennen völlig offen. Urs Frei konnte sein persönliches Ziel, nicht als erster auszuscheiden, nicht erreichen. Trotz hervorragender 91 Punkte in der Vorrunde musste er im Finaldurchgang nach dem vierten Schuss von der Ladebank zurücktreten. Bis zum Schluss spannend blieb es zwischen Daniel Schnyder, SV Kreuzlingen, und Daniel Kopp, Pistolenclub Sirnach. Erst mit dem letzten Schuss entschied Daniel Schnyder den Wettkampf für sich.

Mit der Pistole auf 25 m war der Meisterschütze in den ersten 10 Jahren ziemlich Rhein-lastig. Frank Muggli (drei Mal) und Stephan Frei (vier Mal), beide Pistolenschützen Diessenhofen, waren die Dominatoren. Beim genaueren Betrachten der Resultate der laufenden Saison sprang aber der Name Markus Berner, Pistolensektion Amriswil, ins Auge. Zweiter Rang am Thurgauer Kantonalschützenfest 2018 und Schützenkönig auf 50 m am Oberaargauer Landesteilschiessen waren ein Hinweis auf seine aufsteigende Kurve. Während sich Markus Berner von Anbeginn weg absetzte, tauschten Stephan Frei und Frank Muggli im Verlauf des Wettkampfes den Rang. Am Schluss stand Markus Berner mit einem Vorsprung von 16 Punkten zuoberst auf dem Treppchen, gefolgt von Stephan Frei und mit einem weiteren Rückstand von acht Punkten Frank Muggli auf dem Podest.

 

Roland Rau bedankt sich bei den Spendern der fünf Wanderpreise:

Gewehr Kategorie A, Hanspeter Ambühl
Gewehr Kategorie D, Roland Rau
Gewehr U20, Hubert Müller
Pistole 25 m, Dölf Josef
Pistole 50 m, André Hofer

Diese Wanderpreise werden an der DV des TKSV 2019 an folgende Gewinner abgegeben:

Gewehr Kategorie A: Alex Eberli, SG Fischingen, 3 Finalsiegereinträge
Gewehr Kategorie D: Marco Meier, SG Lustdorf, 2 Finalsiegereinträge
Pistole 50 m: Daniel Schnyder, SV Kreuzlingen, 1 Finalsiegereintrag und Sieger Superfinal
Pistole 25 m: Stephan Frei, PS Diessenhofen, 4 Finalsiegereinträge
Gewehr U21: Da die meisten U21 Finalsieger bereits in der Elite mitschiessen, wird der Wanderpreis dieser Kategorie mit der Gewinnerliste ins Archiv des TKSV gegeben.

Die Gewinner erhalten eine spezielle Einladung.

Abschliessend bedanken sich Roland Rau und Jakob Windler bei allen Schützen, welche sich während der zehn Jahre am Meisterschütz beteiligt und am heutigen Samstag den Superfinal als hochstehenden Final bestritten haben.

 

Hier die: > Resultate vom TG Meisterschütz Super-Final 2018

Peter K. Rüegg, TKSV

Abt. Kommunikation



Kategorie A, v.l.: Beat Ellenberger, Daniel Hollenstein und Stefan Brühlmann


 


 

Kategorie D, v.l.: Andreas Dietrich, Marco Meier und Marc Bilger


 


 

Pistole 25m, v.l.: Stephan Frei, Markus Berner und Frank Muggli




 



Pistole 50m, v.l.: Daniel Kopp und Daniel Schnyder



 



Alle Kategoriensieger, v.l.: Daniel Schnyder, P50; Markus Berner, P25; Daniel Hollenstein, Kat. A und Marco Meier, Kat. D



 

Rutishauser-Wein für die Thurgauer Schützen
Der Thurgauer Kantonalschützenverband darf auf die Unterstützung der Rutishauser Weinkellerei AG in Scherzingen zählen. Seit vielen Jahren besteht bereits eine tolle Partnerschaft. Rutishauser Weinkellerei AG tritt als Sponsor des Eidgenössischen Feldschiessens auf. Auch anlässlich des Thurgauer Kantonalschützenfestes im Juni / Juli 2018 war die Rutishauser Weinkellerei AG Partner.

Der kantonale Feldchef, Hanspeter Bamert, lud zur Weinabholung ein. Jeweils nach dem Feldschiessen darf der kantonale Feldchef Vertreter des Thurgauer Kantonalschützenverbandes sowie Delegierte der Unterverbände zur Weinabholung bei Rutishauser Weinkellerei AG in Scherzingen einladen. Die Rutishauser Weinkellerei AG belohnt den Einsatz der Thurgauer Vereine am Eidgenössischen Feldschiessen. Wer eine Mehrbeteiligung zu den Vorjahren aufweist, wird mit einem oder allenfalls sogar mehreren Karton Wein belohnt. Die Verantwortlichen der Unterverbände können an ihre Vereine im 2018 58 Kartons à 6 Flaschen Winzergold, Jahrgang 2015, abgeben.

Ebenfalls mit dem Kranzabzeichen ausgezeichnet werden konnte Frau Nationalrätin Verena Herzog. Als Parlamentarierin nahm sie am traditionellen, vom Thurgauer Kantonalschützenverband (TKSV) organisierten Rundgang teil. An diesem Anlass trifft sich die Prominenz aus Politik und Armee. Verena Herzog konnte mit der olympischen Devise «Mitmachen kommt vor dem Rang», motiviert werden, am Pistolenfeldschiessen teilzunehmen. Auch wenn sie sich vor dem Einsatz auf der Bank sitzend noch fragte, auf was sie sich da wohl eingelassen hatte, hielt sie doch vorher noch nie eine Pistole in der Hand, absolvierte sie bravourös das 18-schüssige Programm. Zum Schluss wurde sie vom Präsidenten des TKSV, Werner Künzler, für den Mut und die Unerschrockenheit mit dem goldenen Spezialkranz ausgezeichnet. Werner Künzler wies auf die Bedeutung dieses Kranzes hin, welcher im Kanton Thurgau erstmals verliehen wurde.

Rutishauser-Geschäftsführer Martin Wiederkehr begrüsste die Delegation und lud zur Degustation der heimischen Weine. Der gelernte Oenologe gab einen spannenden und sehr informativen Einblick in den Weinbau und die Tätigkeiten der Rutishauser Weinkellerei AG. Die Thurgauer Schützen schätzen das grosszügige Engagement der Rutishauser Weinkellerei AG mit Martin Wiederkehr an der Spitze sehr.

Daten zum:  > FS 300m Wein Wettbewerb
Daten zum:  > FS 2550m Wein Wettbewerb


Bilder und Text:

Sonja Felix



Verbandsvertreter eingerahmt von Hanspeter Bamert, kantonaler Feldchef Schützenverband, (links) und Martin Wiederkehr, Geschäftsführer Rutishauser Weinkellerei AG (rechts).
 


 


 

Martin Wiederkehr, Geschäftsführer Rutishauser Weinkellerei AG