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ESF der Jugend 2019

Mehr Medaillen als erhofft
(Schiessen/VZ) Mit vier Medaillen bei den Jugendlichen und zwei bei den Veteranen übertrafen die Thurgauer Schützen in Thun die Erwartungen.

Wer die Ranglisten der Thurgauer Schützen während des Jahres etwas verfolgte der wusste, dass es beim Final der Jugend und Veteranen, welcher in Thun zur Austragung gelangte, mindestens drei Medaillen werden müssten. Erfreulich ist die Tatsache, dass alleine vier der letztlich sechs Medaillen vom Nachwuchs erkämpft wurden.

Immer auf Medaillenkurs
Sieben Mal hat er die Qualifikation für Thun geschossen, sieben Mal hat er sich qualifiziert, und sieben Mal stand er auf dem Podest – der 68jährige Pistolenschütze Erwin Hilber aus Tägerwilen. Mit Bronce musste er sich mit seinen 93 Punkten im Meisterfinal über 50m begnügen, weil der Silbermedaillengewinner ebenfalls 93 erzielte, aber älter war.

Was sich für Hilber als Nachteil erwies, war für den Alt-Internationalen Hansruedi Gsell aus Stachen mit der Sportpistole (25m) von Vorteil. Mit 98 Punkten und Jahrgang 1949 liess er den Luzerner mit Jahrgang 1955 und ebenfalls 98 Punkten hinter sich und gewann Silber.

Gebrüder Müggler aus Thundorf
Mit ihrem Coach René Wyssmann sind die Pistolenjunioren aus Frauenfeld zurzeit beinah jedes Wochenende auf Medaillenjagd. Und dies sehr erfolgreich, wie sich auch in Thun zeigte. Maurin und Kelsey Müggler aus Thundorf schafften im vorgängigen Einzelfinal vom Vormittag auch den Sprung in den Meisterfinal am Nachmittag. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Sieger sicherte sich Maurin (der jüngere Müggler) die Silbermedaille.

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk
Manchmal muss man sich auch selber etwas schenken. Das hat sich wohl der Sturmgewehr90 Schütze Glenn Meijerink von der SG Mauren-Berg gedacht. Er, der am Freitag, 26.10. seinen 13. Geburtstag feierte, durfte sich in Thun nach einem tollen Einzel-, und anschliessendem Meisterfinal die Broncemedaille umhängen lassen. Noch besser, nämlich Silber wurde es für Luca Lendenmann, ebenfalls SG Mauren-Berg. Der 15 jährige wirkte schon im Einzelfinal so ruhig, als ginge es hier weder um den Einzug in den Meisterfinal noch um eine Medaille auf nationaler Ebene. Sein Resultat 184 von möglichen 200 Punkten im Einzelfinal deutete schon auf eine gute Klassierung im Meisterfinal hin – vorausgesetzt, dass er weiterhin die Ruhe selbst blieb. Und wie sich im Meisterfinal zeigte, hatte er seine Nerven im Griff.

Wie hoch das Niveau in Thun ist, zeigte sich bei Sarina Hitz, ebenfalls Mauren-Berg. Sie, die sich in ihrer Disziplin mit dem schweizerisch höchsten Resultat qualifizierte, konnte sich dann mit 179 Punkten im Einzelfinal nicht für den Meisterfinal qualifizieren. Ein knapper 9er-Schnitt reicht in Thun nicht. Wohl waren einige Zehner dabei, aber eben, zu wenig.

Auf leisen Sohlen
Beinah völlig unbeachtet klassierte sich bei den Junioren U21, der 19jährige Kesswiler Nicola Uetz als fünfter im EF für den Meisterfinal. Im kommandierten Meisterfinal sicherte er sich dann mit 4x10, 5x9 und 1x8 und total 93 Punkten die Silbermedaille. Eine spezielle Herausforderung bedeutet vor allem für die noch jungen Schützen der kommandierter Final. Da muss der eigene, gewohnte Rhythmus auf der Strecke bleiben und jeder Schuss nach Kommando abgegeben werden. Da kann es schon vorkommen, dass dem einen oder anderen Schütze sein gewohnter Rhythmus entgegengekommen wäre.



Bilder und Text
Vreny Zaugg



Erwin Hilber: Zur 7. Medaille ein Gugelhopf


 


 

Maurin Müggler: Einrichten ist das A und O


 


 

Luca Lendenmann auf dem Weg zu Silber




 



Nicola Uetz, der Silberjunge vom Bodensee



 



Die sechs TG Medaillengewinner.
Hinten v.l. Nicola Uetz, Luca Lendenmann, Maurin Müggler, Glenn Meijerink.
Vorne Hansruedi Gsell und Erwin Hilber.